Diese Webpräsenz des Datenschutzbeauftragten der Evangelischen Landeskirche Württemberg ist im Oktober 2011 umgezogen.
Die neue Webpräsenz finden Sie unter http://www.kirche-datenschutz.de
Diese Webpräsenz des Datenschutzbeauftragten der Evangelischen Landeskirche Württemberg ist im Oktober 2011 umgezogen.
Die neue Webpräsenz finden Sie unter http://www.kirche-datenschutz.de
Dieser Teil der alten Website muss erst noch auf die neue Drupal-Basis portiert werden! (25.09.2008)
Seit einiger Zeit stößt man im Internet auf Seiten, wo darauf hingewiesen wird, dass sich das World Wide Web in einer für Personen mit Behinderungen nur sehr schwer zugänglichen Weise präsentiert. Dies gilt wohl hauptsächlich für sehbehinderte Personen, wohl aber auch für Personen, die in ihrer Motorik eingeschränkt sind.
Der Stand dieser Diskussion kann beispielsweise auf der entsprechenden Seite der Anordnung zur Umsetzung aufgenommen, um die praktischen Konsequenzen aufzuzeigen.
Das Anliegen ist berechtigt. In der Tat präsentieren sich die allermeisten Webseiten so, dass die Inhalte nur über das Sehen und feinfühlige Mausbewegungen erschlossen werden können.
Auch was die Thematik dieser Website anbelangt waren Informationen zum Datenschutz in einer für Sehbehinderte zugänglichen Weise im Internet nicht auffindbar, obwohl es für diese Personengruppe sicher genau so wichtig ist, über ihre Rechte beim Umgang mit ihren Daten im Bilde zu sein.
Es wurde deshalb versucht, im Rahmen der eigenen (vor allem zeitlich eng begrenzten) Möglichkeiten und Kenntnisse das Anliegen der Barrierefreiheit umzusetzen. Wünschenswert wäre, wenn sich weitere Personen entschließen könnten, sich diesem Thema zu widmen. Ich bin gerne bereit, so etwas wie ein Forum für einen gegenseitigen Austausch aufzubauen, wenn sich Interessenten melden.
Dieser Abschnitt richtet sich vor allem an Personen im Umfeld von Behinderten, insbesondere Sehbehinderten, vielleicht auch für motorisch behinderte Personen. Möglicherweise nimmt der Leser dieser Zeilen diesen Text zunächst noch ohne Sprachausgabe zur Kenntnis.
Sehbehinderte sind in besonderem Maße darauf angewiesen, dass Ihnen der PC sowohl hardware- wie softwaremäßig so konfiguriert wird, dass sie damit arbeiten können. Hinsichtlich bestimmter Tätigkeiten, wie etwa das Herunterladen benötigter Programme aus dem Internet, dürften sie noch für einige Zeit auf die Hilfe sehender Personen angewiesen sein, die ihnen ihren PC entsprechend einstellen. Daran kann auch eine integrierte Sprachausgabe in Webseiten zunächst nicht viel ändern. Sie ist für ihr Funktionieren darauf angewiesen, dass das benötigte Sprachausgabeprogramm wie auch immer auf dem verwendeten PC installiert worden ist.
Standardmäßig ist auf einem PC leider keine Sprachmaschine installiert. Für die Sprachausgabe dieses Webs wird die Sprachmaschine WebSpeech benötigt, die hier heruntergeladen werden kann. Sofern für so etwas die Kenntnisse fehlen (es ist nicht schwierig, ein Versuch lohnt allemal), wäre die Hilfe entsprechend versierter Personen in Anspruch zu nehmen.
Wichtig: Herunter geladen wird eine ausführbare Datei (WebSpeech4.exe), die nach dem Download aufgerufen werden muss, damit die Installation der Sprachmaschine erfolgt (kein automatischer Start). Während der Installation sind keine weiteren Angaben erforderlich, es erscheint lediglich die Aufforderung, den Browser zu schließen, falls dies nicht bereits geschehen ist. Der Download umfasst etwa 6 MB. Nach der Installation belegt die Sprachmaschine etwa 12 MB Speicherplatz.
Zum Schluss der Installation wird die Bedienkonsole der Sprachmaschine erläutert. Diese Dinge sind durchaus interessant, werden aber für die Sprachausgabe dieses Webs nicht verwendet. Werden die entsprechenden Fenster geschlossen und wird das Datenschutzweb erneut aufrufen, müsste die Sprachausgabe einsetzen. Ist nichts zu hören, wäre als erstes zu prüfen, ob am PC oder Laptop die Lautsprecher eingeschaltet sind bzw. der Lautstärkeregler genügend aufgedreht ist.
In wie weit Sehbehinderte mit den von ihnen benutzten Browsern, etwa dem IBM Home Page Reader, erkennen können, dass in diesem Web eine Sprachausgabe enthalten ist, ist schwierig abzuschätzen, das gilt auch dafür, inwieweit dann eigenständig ein Download und eine Installation durchgeführt werden kann. Insoweit verbleibt beim Stand der Dinge wohl nur der Appell an Personen im Umfeld von Sehbehinderten, darauf aufmerksam zu machen und gegebenenfalls den Download hilfsweise vorzunehmen, um die Sprachausgabe zu ermöglichen.
Wünschenswert wäre, dass alsbald Webseiten so geschrieben werden könnten, dass sie mit jeder Sprachmaschine funktionieren, ähnlich wie das bei Textverarbeitungsprogrammen und Druckern der Fall ist, wo es genügt, dem Betriebssystem den angeschlossenen Drucker mitzuteilen. Dieser Stand ist leider noch nicht erreicht.
Wünschenswert wäre auch, dass eine Sprachmaschine zur Standardausrüstung eines PC gehört und nicht nachinstalliert werden muss. Allerdings genügt das Vorhandensein einer Sprachmaschine noch nicht, diese muss mittels Java Script auch ansteuerbar sein, wenn damit komfortabel die Inhalte der Webseite einer Sprachausgabe zugeführt werden können soll.
Auf das durchaus interessante und reichhaltige Umfeld von WebSpeech (erwähnt sei das anzeigen synchroner Mundbewegungen zu den Lauten, verschiedene Sprecherstimmen und Dialekte, Erhöhung der Sprachgeschwindigkeit, Vorlesen beliebiger Seiten) kann hier nicht eingegangen werden. Hier wird lediglich der Teil benutzt, der die Sprachausgabe dieses Webs ermöglicht.
Weitere Informationen enthält ein Artikel in Die Welt.
Die Sprachmaschine wurde ursprünglich von der Firma hier! heruntergeladen werden.
Es ist wenig hilfreich, wenn sich Sehbehinderte jeweils die ganze Seite von Anfang bis Ende vorlesen lassen müssen. Zweck dieser Navigation ist deshalb, mittels der hier erläuterten Tastenbelegung bestimmte Seiten dieses Webs oder innerhalb der Seiten bestimmte Absätze ansteuern zu können, und dabei auch nichtsehend mit Hilfe von Ansagen immer im Bilde zu sein, wo man sich gerade befindet.
Die sehbehindertengerechte Navigation benutzt den Ziffernblock der Tastatur. Dieser Ziffernblock muss aktiviert sein. Dazu dient die Num-Taste oben links am Ziffernblock und ein leuchtendes Lämpchen zeigt den aktiven Zustand an. Im inaktiven Zustand des Nummernblocks sind lediglich die Pfeiltasten wirksam, die die Anzeige des Browsers verschieben. Bei Notebooks ist dieser Ziffernblock in die normale Tastatur integriert und muss ebenfalls mit einer der Funktionstasten aktiviert werden (und dann auch wieder deaktiviert werden, wenn man normal schreiben will). In der Grundhaltung liegen üblicherweise Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf den Tasten 4, 5, und 6.
Mit den Tasten 8 (Mittelfinger nach oben) und 2 (Mittelfinger nach unten) bewegt man sich durch die bestehenden Kreise. Der äußerste Kreis besteht aus den Stationen Überschrift, Wo bin ich?, Inhaltsverzeichnis, Text, Verweise, Führungen und Impressum.
Bestimmte Stationen des äußeren Kreises haben innere Kreise, diese können wiederum innere Kreise haben und so weiter. Weiter nach innen gelangt man immer mit der Taste 6 (Ringfinger), wieder nach außen mit der Taste 4 (Zeigefinger).
Will man beispielsweise zu den einzelnen Einträgen des Inhaltsverzeichnisses, navigiert man im äußeren Kreis zur Station Inhaltsverzeichnis und geht dann mit der Taste 6 in den inneren Kreis. Dort bewegt man sich mit den Tasten 8 und 2 reihum zwischen den Einträgen des Inhaltsverzeichnisses. Geht man bei einem der Einträge mit der Taste 6 noch weiter nach innen, gelangt man direkt zum betreffenden Textabschnitt. Zum äußeren Kreis gelangt man wieder mit der Taste 4.
Befindet man sich auf der Station "Überschrift", wird durch Betätigung der Taste 6 begonnen, die ganze Seite am Stück vorzulesen. Durch Betätigen der Taste 4, auch mitten im Vorlesen, gelangt man zur Station Überschrift zurück.
Befindet man sich auf der Station "Wo bin ich?", gelangt man durch Betätigung der Taste 6 zur Abfolge der Links, die man ausgeführt hat, um zu dieser Seite zu gelangen. Wie gehabt kann man sich innerhalb dieser Liste mit den Tasten 8 und 6 reihum bewegen. Diese Liste ist immer um einen obersten Eintrag "Hinweise" ergänzt. Betätigt man dort die Taste 6, wird die Seite mit der Erläuterung der sehbehindertengerechten Navigation vorgelesen. Betätigt man bei einem der Einträge die Taste 6, gelangt man zur entsprechenden Übersichtsseite. Durch Betätigen der Taste 4 gelangt man zur Station "Wo bin ich?" zurück.
Die Taste 3 (Ringfinger nach unten) entspricht der Rücktaste im Browser, nur dass auch die Sprachausgabe wieder an der Stelle einsetzt, die durch das Ausführen des Links verlassen wurde. Noch nicht realisiert ist, dass die Taste 9 (Ringfinger nach oben) der Vorwärtstaste entspricht.
Die Station Text des äußeren Kreises enthält als inneren Kreis die Überschriften der Abschnitte des Textes, ein Abschnitt enthält als inneren Kreis die einzelnen Absätze. Die Absätze sind dann Endstation und werden vorgelesen, sie können aber einer oder mehrere Links enthalten, die ausgeführt werden, wenn man noch weiter nach innen geht (Taste 6).
Geht man in den inneren Kreisen von Navigation, Verweise und Führungen weiter nach innen, löst dies einen Sprung auf die betreffenden Seiten aus. Beim Impressum wird dadurch der eMail-Client aufgerufen.
Die Taste 5 (Mittelfinger) ist die Pausetaste oder Wiederholungstaste. Die Taste 7 erhöht die Sprechgeschwindigkeit, die Taste 1 erniederigt diese wieder.
Offensichtlich wird für die anvisierte Personengruppe eine Sprachausgabe benötigt, soll diese Zugang zum Internet bekommen. Es wäre wohl etwas kurz gegriffen, würde man lediglich versuchen, einzelne Webseiten damit nachzurüsten. Die Bereitschaft anderer Webseitenentwickler, sich mit einer Sprachausgabe für ihre Seiten zu befassen, läßt sich wohl nur wecken, wenn gezeigt wird, wie die Anlage und den Betrieb einer ganzen Website so organisiert werden kann, dass die Sprachausgabe für alle Seiten, auch später eingestellte oder geänderte, automatisch mit gegeben ist. Es geht also nicht nur um sprechende Webseiten, sondern um sprechende Websites.
Die schlichte Frage, wer spricht, ergibt die Nachfrage nach einem Programm, das Texte in Sprache umwandelt. Der einfache Vergleich der Größe von Textdateien mit der Größe entsprechender Audiodateien ergibt selbst dann, wenn letztere mit den neuesten Verfahren komprimiert werden, dass ein solches Programm nicht auf dem Server, sondern auf den Rechnern der Benutzer laufen muss. Es wurde das Programm WebSpeech von der Softwarefirma GData ausfindig gemacht, das vorgelegte Texte als Sprache ausgibt.
Die zunehmend aufkommenden XML-Dateien (eXtensible Markup Language) bieten eine Möglichkeit, eine ganze Website um eine Sprachausgabe zu ergänzen. XML-Dateien bieten so viele Vorteile, dass der Aufwand, vorhandene HTML-Seiten (Hypertext Markup Language) in XML-Dateien umzuwandeln, vielfach gerechtfertigt ist. Die XML-Dateien enthalten nur noch die reinen Texte, ergänzt durch einige wenige Marken, die die Art einzelner Textteile beschreiben, etwa dass es sich um eine Überschrift handelt. Das Erstellen solcher Dateien erfordert keine besonderen Kenntnisse. Eine einmal installierte sprechende Website kann deshalb leicht auch von Personen erweitert werden, die nur geringe EDV-Kenntnisse haben.
Während XML-Dateien ohne besondere EDV-Kenntnisse erstellt werden können, fokussiert sich das benötigte Know-how auf die nicht ganz triviale Erstellung einer Transformationsdatei, die die XML-Datein zu Webseiten macht. Eine solche Transformationendatei muss einmal erstellt werden und kann dann meist sehr lange so bleiben wie sie ist. Sie muss dann erweitert werden, wenn neue Funktionalitäten für die bestehenden Webseiten benötigt werden. Dann jedoch verfügen alle Seiten der Website mit einem Schlag über diese neuen Eigenschaften.
Beispielsweise könnte es für dieses Web interessant sein, dass es zu allen Webseiten eine druckerfreundliche Variante (mit Sprachausgabe) gibt. Dazu müsste man eine weitere, wesentlich einfachere Transformationsdatei schreiben, die diese erzeugt und die bisherige so erweitern, dass die ursprünglichen Seiten Links auf ihre druckfreundlichen Varianten enthalten.
Zunächst wurde, um die Wartung des Webs zu vereinfachen und auf eine zukunftssichere Basis zu stellen, die Umstellung auf XML-Dateien vorgenommen und eine Transformationsdatei geschrieben, die daraus wieder die bisherigen HTML-Seiten erzeugte.
Es wurde dann erkannt, dass sich diese mit vertretbarem Aufwand dahingehend erweitern läßt, dass alle mit ihre erzeugten Webseiten einer Sprachausgabe zugänglich sind. Dabei werden bestimme HTML-Marken mit Namen (ID) versehen werden. Konkret handelt es sich um die td-Marke, mit der Zellen von Tabellen definiert werden. Der entscheidende programmtechnische Gesichtspunkt ist der, dass sich die Transformationsdatei so schreiben lässt, dass diese Namen nach einem bestimmten Schema durchnummeriert werden.
Auf die benannten Marken wird dann mittels Java-Script so zugegriffen, dass die zwischen den Marken stehenden Texte dem Sprachausgabeprogramm zugeführt werden. Solche gezielten Zugriffe (Stichwort DOM) erlauben die Browser noch nicht allzu lange, was vielleicht erklärt, warum bislang eine in Webseiten integrierte Sprachausgabe so wenig in Erscheinung getreten ist.
XML-Dateien werden direkt erst von Browsern verarbeitet, die dem Stand des Microsoft Internet Explorers 5 und höher entsprechen. Die Varianten bis zum Internet Explorer 6 bargen wohl noch einige konfigurationsabhängige Probleme, so dass erst ab dieser Generation von einem problemlosen Funktionieren ausgegangen werden kann. Um auf die Benutzer älterer Browser keinen Zwang auszuüben, wird für eine Weile noch so verfahren, dass die Transformation der XML-Dateien mit Hilfe der Transformationsdatei vorab durchgeführt wird und die Website wie üblich als System von HTML-Dateien präsentiert wird, nun allerdings mit einer Sprachausgabe versehen.
Die originären XML-Dateien werden bis auf weiteres in einem Unterverzeichnis vorgehalten und die Entwicklung der Browser hinsichtlich der Wiedergabe von XML/XSLT-Dateien oder der Stand der serverseitigen Transformation beobachtet.
Die ersten so erstellten Webseiten machten schnell deutlich, dass ein für Sehbehinderte befriedigendes Ergebnis nur erreicht wird, wenn bestimmte Textabsätze direkt angesprungen werden können. Sehende lesen Seiten nicht stur von oben nach unten Wort für Wort durch, sie würden es als Zumutungen empfinden, würde man ihnen das aufzwingen.
Sprechende Webseiten benötigen deshalb eine Navigation, die es erlaubt, mit bestimmten Tasten die einzelnen Textabschnitte anzuspringen, dabei aber immer im Bilde zu bleiben, wo man sich gerade befindet. Sehende können dies am Bildschirm verfolgen, da die Browser immer den richtigen Teil der Seite anzeigen. Sehbehinderte sind auf Ansagen angewiesen, um nicht die Orientierung zu verlieren. Der praktische Betrieb zeigte dann auf, dass dadurch auch für Sehende die Sprachausgabe wesentlich attraktiver wird.
Neben der vertikalen Navigation wird unumgänglich auch eine horizontale benötigt, z.B. in der Form, dass die Sprachgeschwindigkeit hoch- und runtergefahren werden kann. Auch Sehende lesen einen Satz nicht stur Wort für Wort von links nach rechts, sondern nehmen die ersten Buchstaben eines Wortes wahr und springen dann weiter. Es wäre eine unzumutbare Geduldsprobe, ständig warten zu müssen, bis die Sprachmaschine Wort für Wort abgearbeitet hat, obwohl man eigentlich nur noch den letzten Teil des Satzes hören möchte.
Auch andere kirchliche Stellen werden sich der Anforderung stellen müssen, ihre Internetauftritte barrierefrei zu gestalten, das Plazieren von "Hochglanzbroschüren" ist heute zu wenig. Etwa könnten Kirchengemeinden ihren Gemeindebrief mit Sprachausgabe in ihren Internetauftritt stellen, ähnliches gälte für Predigten, Vorträge, theologische Schriften oder sonstige Texte. Dabei ist die Sprachausgabe sicherlich keine generelle Alternative dazu, dass etwa Ehrenamtliche den Gemeindebrief einer blinden Person vorlesen. Für viele könnte es aber mehr Selbstständigkeit bedeuten, wenn sie über einen PC verfügen und dieser so eingerichtet ist, dass mit überschaubaren Tastureingaben die sprechende Website aufgerufen werden kann.
Dieses Web wurde zudem so gestaltet, dass es heruntergeladen und lokal betrieben werden kann, also nicht unbedingt immer eine Internetverbindung aufgebaut werden muss. Wenn jedoch aktuelle Texte angeboten werden sollen, ist dies unumgänglich.
Denkbar ist, dass die Texte bei entsprechender Vorarbeit mit der Stimme einer bestimmten Person gesprochen werden, wenngleich es noch eine Weile dauern wird, bis das "computerhafte" der Sprachausgabe nicht mehr so deutlich in Erscheinung tritt. Es gibt jedoch bereits Sprachmaschinen, die auch die Struktur des Satzes analysieren und eine natürliche Sprachmelodie erzeugen.
Denkbar sind sprecherisch aufbereitete Webseiten, die neben dem reinen Text auch Anweisungen für die Sprachmaschine enthalten, etwa Lautstärke und Stimmlage erhöhen oder Sprecherwechsel. Im Prinzip liese sich kleine Theaterstücke realisieren. Allerdings sollte dann eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung stehen, damit solche Stück auch flüssig erstellt werden können, etwa indem sich bestimmte Steuersequenzen auf Tastendruck einfügen lassen.
Ein interessanter Aspekt könnte auch sein, dass das Hören tiefsinnigerer Texte (Philosphie, Theologie, Literatur Wissenschaft) diese in besonderer Weise erschließen kann. Man sitzt entspannt und konzentriert und navigiert sich hörend mit einem kleinen Tastaturpad durch die Absätze oder Kapitel des Textes.
Die nachfolgenden Anmerkungen haben sich beim Erstellen dieser Sprachausgabe aufgedrängt. Sie werden hier genannt, da es für viele Gutwillige eine wesentliche Hilfe ist, wenn konkrete Forderungen oder Vorschläge auf den Tisch gelegt werden.
Zum Thema Sprachausgabe liegt meinem Eindruck nach im Internet von verschiedenen Seiten einiges vor, allerdings ist schwer erkennbar, wie das Vorhandene zusammenspielt. Hier wäre eine fundierte Übersicht wünschenswert, zum Beispiel welche Möglichkeiten faktisch vorhanden sind, wie es mit den lizenzrechtlichen Bedingungen und Kosten aussieht und was womit kompatibel ist. Es kann deshalb durchaus sein, das einiges, was hier angesprochen ist, bereits an anderer Stelle diskutiert oder sogar gelöst wurde, es ist jedoch sehr schwer, einen Überblick zu bekommen. Ein zentrales gewartetes und gepflegtes Forum im Internet wäre eine Hilfe. Ersatzweise wird die Bereitschaft erklärt, in der unten stehenden Verweisliste auf Webseiten zu verlinken, die hierzu weiterführende Informationen enthalten, soweit diese bekannt werden.
Für dieses Web wurde eine sehbehindertengerechte Navigation entwickelt um zu zeigen, wie es gehen könnte. Tatsächlich wird jedoch ein Standard benötigt. Ansonsten müssten sich im Extremfall die Sehbehinderten bei jeder Website auf ein anderes Schema einstellen, dies ist schlicht nicht zumutbar. Hier sind Stellen mit entsprechender Einflussmöglichkeit, zum Beispiel das oben genannte Bundesministerium, gefordert.
Dass die sehbehindertengerechte Navigation als Javaskript ständig mit geladen werden muss ist recht umständlich. Es wäre ein erheblicher Fortschritt, wenn die Anbieter von Sprachmaschinen ein entsprechendes Plugin mit ausliefern. Das wiederum werden diese nur tun, wenn ein Standard gegeben ist. Für die Webseitenentwickler würde sich der Aufwand dann darauf beschränken, dafür zu sorgen, dass bestimmte Markups ihrer Webseiten entsprechend dem Standard benannt sind. Das ist ein überschaubarer Aufwand auch für bereits bestehende Webseiten.
Ein weiteres Problem der Navigation liegt darin, dass auch Eingaben in Formularfelder möglich sein müssen. Die zentralen Tasten dürfen also nicht auch zur Navigation verwendet werden, die Pfeiltasten sind jedoch vom Browser bereits mit Funktionalität belegt. Dieses Problem wurde hier dadurch gelöst, indem für die Navigation auf den Nummernblock ausgewichen wurde. Damit handelt man sich aber den Umstand ein, dass Notebooks diesen Block nicht mehr haben. Allerdings kann er in der Regel durch Funktionstasten innerhalb der normalen Tastatur aktiviert werden, man muss dann nur wieder zurückschalten, wenn man normal schreiben will. Es gibt für Notebooks jedoch auch numerische Pads, die an den USB-Port angeschlossen werden können. Diese sind dann fast noch besser handhabbar als der Nummernblock auf der normalen Tastatur, kosten allerdings um die 20 Euro. Wünschenswert wäre, dass die Tasten, die auch vom Browser zur Steuerung verwendet werden, auf Sprachsteuerung umgeschaltet werden können.
Es wäre eine erhebliches Hemmnis, müsste versucht werden, Webseiten so zu programmieren, dass sie auf mehreren gängigen Sprachmaschinen laufen. Es muss so sein, dass Webseiten ganz allgemein eine Sprachmaschine aufrufen und die vorhandene korrekt angesteuert wird. Die Schnittstellen zur Steuerung der Sprachmaschinen sollten in einem Standard geregelt sein.
Es stellt eine wesentliche Funktionalität im Internet dar, dass eine andere Seite angesprungen wird und man sich beim Zurückgehen wieder an derselben Stelle der Ausgangseite befindet wie zuvor. WWW-konform ginge das hinsichtlich der Sprachausgabe vielleicht dadurch, indem Cookies gesetzt werden, die den für die Sprachausgabe relevanten Index speichern. Allerdings verarbeitet der Microsoft Internet Explorer Cookies nur bei einer bestehenden Internetverbindung. Das ist im Prinzip sinnvoll, vereitelt hier aber eine benötigte Funktionalität. Ansonsten bliebe nur noch die Möglichkeit, interne Variablen des Explorers anders als vorgesehen zu nutzten, was aber auch keine Lösung auf Dauer darstellt. Es muss möglich sein, für die Dauer einer Sitzung vor dem Ausführen eines Links einen Wert abzuspeichern und ihn bei der Rückkehr zu dieser Seite wieder zu lesen.
Die Sprachausgabe kann durch Steuerzeichen, die im Text enthalten sind, beeinflusst werden. Dies ist eine sinnvolle Eigenschaft, sollte aber von den Sprachmaschinen möglichst nach einem einheitlich Standard interpretiert werden.
Webseiten mit einer Sprachausgabe sollten mit vorhandenen Homepage-Readern, etwa dem Homepage-Reader von IBM, optimal zusammenarbeiten. Sehbehinderte werden noch für geraume Zeit beim Navigieren im Internet auf Seiten ohne Sprachausgabe landen und sind dann darauf angewiesen, dass ihnen der Homepage-Reader weiter hilft.
Die Methode, XML-Dateien zu erzeugen und mittels einer Transformationsdatei in HTML-Seiten zu verwandeln ist nur eine Möglichkeit. Viele Entwickler verwenden Webeditoren, und die Bereitschaft, sprachausgabefähige Webseiten zu erzeugen würde sicherlich zunehmen, wenn auch damit HTML-Marken nach einem bestimmten Schema mit fortlaufenden ID-Angaben versehen werden können.