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Die Ethik setzt das Ziel

Kongress zur Sicherheitsforschung in Berlin am 5./6.11.2008 Bundesministerin Annette Schavan: "Wir brauchen intelligente Lösungen für mehr Sicherheit, die zugleich Freiheit und Privatsphäre wahren" / BMBF-Konferenz stärkt öffentlichen Dialog Noch nie waren die Menschen so transparent wie heute. Das Tempo, mit dem Sicherheitstechnologien entwickelt werden, nimmt immer mehr zu, in immer mehr gesellschaftlichen Bereichen werden sie eingesetzt. Die öffentliche Debatte kommt dieser Entwicklung kaum noch nach: BKA-Gesetz, Videoüberwachung, Nacktscanner; sind diese Technologien wirklich gewollt? Ist geklärt, wem sie nützen und wie hoch der zu zahlende Preis ist? Es genügt nicht mehr, wenn diese Diskussion nur unter den Entwicklern dieser Techniken geführt wird. Es genügt auch nicht mehr, wenn die Politiker unter sich ausdiskutieren, was eingesetzt wird und was nicht. Nach Auffassung des Bundesforschungsministeriums müssen hier Soziologen, Psychologen und Politikwissenschaftler mitreden und mitgestalten können: die Technik darf die Ethik nicht abhängen. Bundesforschungsministerium Annette Schavan sieht in der Ethik sogar in einer Treiberfunktion technologischer Entwicklungen, weil sie Fragen stellt, Maßstäbe vorgibt und klare Erwartungen formuliert, was zu beachten ist, wenn bestimmte technologische Entwicklungen vorangebracht werden, wo Grenzen zu ziehen sind und wo festgestellt wird, dass weiterer Forschungsbedarf besteht, bevor an einen Einsatz einer neuen Technik zu denken ist. Dabei werden die Geisteswissenschaften immer bedeutungsvoller, da diese die Mittel haben, um zu ermitteln, welches Maß an Sicherheit für den Schutz der Menschen geboten ist und wo die Grenzen liegen. Die Geisteswissenschaften, so die Ministerin, sollen nicht mehr irrelevante Begleitung sein sondern relevant werden im Blick auf das, was künftig als Sicherheitstechnik erforscht und gefördert werden soll. Ob die Geisteswissenschaften die Rolle als Treiber der technologischen Sicherheitsforschung tatsächlich wahrnimmt oder überhaupt wahrnehmen kann, wurde in einem zweitägigen hochkarätig besetzten Kongress in Berlin am 5./6.11. ausgelotet. Weitere Informationen dazu finden Sie hier!